Hier finden Sie einige Fragen und wichtige Punkte, die Sie bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe berücksichtigen sollten. Auch Adressen sind erwähnt, an die sie sich wenden können.

Und wir haben für Sie die wichtigsten Adressen so wie eine Liste bereitsbestehender Selbsthilfegruppen

1. Informationstreffen mit Fachleuten 

Wenn Sie vor der Gründung an einem Informationstreffen mit fachlicher Unterstützung interessiert sind, sollten Sie sich an eine Kontaktseite für Selbsthilfegruppen in Ihrer Umgebung wenden. die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (NAKOS, hier drücken) erreichen Sie in der  Otto-Suhr-Allee 115, D-10585 Berlin. Das Service-Telefon der Nakos erreichen Sie Dienstag, Mittwoch und Freitag in der Zeit von 10 - 14 Uhr, sowie am Donnerstag von 14 - 17 Uhr unter der Telefonummer: 0 30 - 31 01 89 60. Dort können Sie sich nach einer Kontaktstelle in Ihrer Nähe erkundigen.

2. Wie finden Sie andere Interessierte und Betroffene?

Ansprechpartner:

  • Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis nach
  • Informieren Sie Ärzte, Sozialarbeiter und weitere Fachleute
  • Wenden Sie sich an lokale/regionale Selbsthilfegruppen
  • Suchen Sie Rat bei Ihrer Krankenkasse
  • Gesundheitsämter und Gesundheitstreffs können unterstützen

Medien:

  • Fragen Sie in Bibliotheken, Gemeindehäusern, Geschäften, Arztpraxen, Apotheken, Kliniken, Krankenkassen nach, ob Sie einen Aushang machen dürfen.
  • Geben Sie eine Suchanzeige in Ihrer lokalen Zeitung auf oder schicken Sie einen kleinen Aushang an die Lokalredaktion Ihrer Stadtzeitung. Nennen Sie Ihre Adresse, Telefonnummer und ggf. Emailadresse für Rückfragen.
  • Hat Ihr Zeitung die Rubrik "Veranstaltungen", können Sie versuchen, dort das Treffen der Selbsthilfegruppe anzukündigen.
  • Sprechen Sie lokale Radiosender/Stadtsender vor Ort an. Auch Sie helfen gerne weiter.

3. Wie finden Sie einen geeigneten Raum?

Erkundigen Sie sich bei:

  • Volkshochschulen, Bildungszentren und sozialen Einrichtungen (z. B. Schulen, Apotheken, Kindergärten, Jugendfreizeitheimen)
  • Kirchengemeinden
  • Bürgerhäusern, Gemeindeverwaltungen und Stadtteilzentren
  • Verbänden (z. B. Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt)
  • Kliniken und Praxen
  • Gesundheits-, Sozial und Arbeitsämtern
  • Krankenkassen
  • Psychologische Beratungsstellen
  • Seniorenheime und Seniorentreffs
  • selbstverwalteten Projekten
  • Auch örtliche/regionale Selbsthilfekontaktstellen helfen bei der Raumsuche
  • Klären Sie die Kostenfrage. Die Räume können oft kostenlos oder gegen ein geringes Honorar gemietet werden.
  • Wichtig: der Ort sollte für alle Teilnehmer gut zu erreichen sein.

4. Das erste Treffen der Selbsthilfegruppe:

Welche Fragen sollten Sie klären?

Ziele und Inhalte:

  • Welches Ziel verfolgt die Gruppe?
  • Welches Ziel hat jeder einzelne Teilnehmer?
  • Welche Themen, Inhalte sollen in der Gruppe besprochen werden?
  • Sammeln Sie alle Wünsche und Anregungen und legen Sie gemeinsam für das jeweils nächste Treffen das Thema fest. Damit geben Sie allen Teilnehmern Gelegenheit, sich auf das Thema vorzubereiten.
  • Bestimmen Sie gemeinsam einen Moderator. Diese Rolle kann jedes Mal von einem anderen Gruppenmitglied übernommen werden.

Ort und Zeit:

  • Wo trifft sich die Gruppe zukünftig?
  • Wann (Wochentag, Zeitpunkt) trifft sich die Gruppe
  • Wie oft ist ein Treffen sinnvoll und wie lange?

Teilnehmer:

  • Wer soll mitmachen?
  • Wieviele sollten teilnehmen (max. 16 Personen)
  • Sollen sich die Teilnehmer vorstellen oder sollen sie anonym bleiben?

Sonstiges:

  • Soll jedesmal Geld für entstandene Unkosten gesammelt werden? Falls ja, wer übernimmt die Verwaltung der Kasse?
  • Soll jedes Mal zu den Gruppentreffen eingeladen werden und wer übernimmt diese Aufgabe oder gibt es eine informelle Verabredung zu jedem Treffen?