Weltdiabetestag am 14. November 2016 / Früherkennung hilft, Schäden am Auge zu vermeiden

DÜSSELDORF 10.11.2016 – Der Weltdiabetestag am 14. November legt den Schwerpunkt auf die rechtzeitige Diagnose der Zuckerkrankheit. Denn eine frühzeitige Erkennung hilft, Folgeschäden zu verhindern. Das Motto „Eyes on Diabetes“ spielt dabei bewusst auch doppeldeutig auf das Auge an: Es ist das am häufigsten von mikrovaskulären Folgeschäden der Diabeteserkrankung betroffene Organ. Dr. Georg Spital, Generalsekretär der Initiativgruppe zur Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen (IFDA), betont, dass Menschen mit Diabetes diese mögliche Diabetesfolgeerkrankung ganz besonders fürchten, da sie – wenn sie nicht oder erst spät behandelt wird – Sehbehinderung oder gar Blindheit zur Folge haben kann. Dabei sind heutzutage durch rechtzeitige Diagnose und adäquate Behandlung solche Folgen meist zu verhindern, worauf das Motto des Weltdiabetestages aufmerksam macht.

„Augen auf den Diabetes“ heißt das Motto des Weltdiabetestages 2016, dessen Ziel es ist, dazu beizutragen, dass insbesondere der Typ-2-Diabetes frühzeitig erkannt wird. Denn viele Menschen leben damit, ohne von ihrer Krankheit zu wissen. Nicht selten stellen Augenärzte als erste die Diagnose, wenn sie bei einer Untersuchung der Netzhaut bereits durch die Zuckerkrankheit verursachte Schäden erkennen. Dabei ließen sich solche Schäden vermeiden, wenn die Patienten frühzeitig Bescheid wüssten und ihre Blutzucker- und Blutdruckwerte unter Kontrolle hielten.

Weltweit 415 Millionen Patienten

Die Zahl der Menschen mit Diabetes wächst weltweit. 2015 litten 415 Millionen Menschen daran, voraussichtlich wird diese Zahl bis 2040 auf 642 Millionen ansteigen. In Deutschland gibt es schätzungsweise sieben Millionen Menschen mit Diabetes, bei rund 80 Prozent von ihnen liegt ein Typ-2-Diabetes vor.

Folgekrankheiten bedrohen das Sehvermögen

Zu hohe Blutzuckerwerte schädigen unter anderem auch die feinen Blutgefäße im Auge, es kommt zu Veränderungen an der Netzhaut des Auges, der so genannten diabetischen Retinopathie. Mehr als 20 Prozent der Menschen mit Diabetes in Deutschland leiden an einer diabetischen Retinopathie, bei etwa 2,3 Prozent ist die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens, betroffen. Eine Früherkennung der Augenveränderungen, am besten noch bevor es zu Sehstörungen kommt, ist ganz entscheidend. Denn regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt und eine wirksame Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker sind wichtige Schritte, um eine drohende Sehbehinderung oder gar Blindheit zu verhindern. Die Chancen dazu stehen gut, da die Prävention und Therapie diabetischer Netzhautveränderungen gerade in letzter Zeit große Fortschritte gemacht hat.

Initiativgruppe zur Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen

Die Initiativgruppe zur Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen (IFDA) hat sich zum Ziel gesetzt, vor den Gefahren von Augenerkrankungen, die durch Diabetes mellitus ausgelöst werden können, zu warnen und darüber zu informieren, dass Früherkennung und rechtzeitige Behandlung die durch Diabetes mellitus verursachte Sehbehinderung und Blindheit verhindern können.

Ein Foto von Dr. Spital können Sie hier herunterladen.

Bildlegende: Dr. Georg Spital, Generalsekretär der Initiavgruppe zur Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen

Bildquelle: BVA, mit freundlicher Genehmigung von Dr. Spital, Franziskus-Hospital Münster

Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und Statistikdatenbank: www.augeninfo.de/presse

Internetseite der IFDA: www.diabetes-auge.de

Herausgeber: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:

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