Prof. Dr. Stefanie Scholz

„Ich möchte mich dafür einsetzen, den Bundesverband Auge für noch mehr Menschen zu öffnen“ 

Fürth, 6. März 2018 - Im Februar dieses Jahres wurde Stefanie Scholz zur zweiten Vorsitzenden unseres Verbandes gewählt.

„Es ist für mich eine Ehre, mich im Bundesverband Auge engagieren zu dürfen“, erklärte Stefanie Scholz nach ihrer Wahl. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und möchte dazu beitragen, dass die wertvolle Beratungsarbeit des Verbandes noch bekannter wird.“ Patientenorganisationen wie der Bundesverband Auge haben eine wichtige Funktion in unserem Gesundheitswesen, um das Wohlergehen insbesondere von Patienten mit chronischen Erkrankungen zu fördern. Davon ist Stefanie Scholz auch aufgrund ihrer eigenen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse überzeugt. 


Bereits im Jahr 2015 war Scholz das erste Mal für den Bundesverband Auge tätig. Sie hat bei einer Veranstaltung in Fürth das Publikum über die Mündigkeit von Patienten informiert. Das so genannte Patienten-Empowerment, also die Stärkung und Aufklärung von Patienten, sodass sie medizinischen Fachkräften als Partner auf Augenhöhe begegnen und Entscheidungen gemeinsam und im Einvernehmen treffen können, ist ein zentrales Thema ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Stefanie Scholz hat in Nürnberg Betriebswirtschaft studiert und 2015 in Bamberg über Patienten-Empowerment promoviert. Danach ist sie für zwei Jahre in die Wirtschaft gegangen. Sie hat die Bereiche Marketing, Vertrieb und Therapiemanagement in einem Gesundheitsunternehmen für ambulante Intensiv- und Palliativtherapien geleitet, bevor sie zurückgekehrt ist zu Lehre und Forschung. Seit Januar 2018 ist sie Professorin für Sozialwirtschaft an der privaten Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth.
Ihre beruflichen Kompetenzen möchte die Vizevorsitzende auch in ihre Arbeit für den Bundesverband Auge einbringen, insbesondere ihre Erfahrung im Bereich der Gesundheitskommunikation. Sie beschäftigt sich z.B. mit der Frage, wie man die Informationen und Angebote des Verbandes ergänzend aufbereiten kann, um weitere Zielgruppen zu erreichen. Von der chronischen Krankheit des trockenen Auges zum Beispiel sind zunehmend auch viele junge Menschen betroffen, die ein ganz anderes Informationsverhalten haben als die ältere Generation. Man erreicht sie eher über die sozialen Netzwerke oder Videobotschaften als über gedruckte Broschüren. Der Aufbau neuer Kommunikationswege ist eines der Vorhaben, für das sich die 33-Jährige innerhalb des Verbandes einsetzen möchte.
 

Das Gespräch mit Prof. Stefanie Scholz führte Annette Meyer zum Felde, Pressesprecherin Bundesverband Auge.